Die Rache des Nikolauses
Kleine Geschichte aus meiner Kindheit
Mein Vater schickte mich in den Garten, weil meine Langeweile und ich nicht wussten, wo wir uns lassen sollten.
Er hatte die gute Idee, ich solle die Rankhilfen für unsere Tomaten grün anstreichen. Er gab mir einen richtig dicken Pinsel, grüne Ölfarbe und schicke mich in den Garten. Dort, unmittelbar in der Nähe meiner Wikungsstätte arbeiteten zwei der Gehilfen meines Vaters. Das Unglück nahm also seinen Lauf.
Motiviert war ich nicht. Auf diese sinnlose Tätigkeit hatte ich echt keinen Bock. So war es nicht verwunderlich, dass auch die Tomatenpflanzen ein bisschen viel von der grünen Ölfarbe abbekamen. Ökologisch war das wohl nicht. Einem der beiden Männer, die meinen kreativen Handlungen mit etwas Abstand folgten, maulte los: “Konzentrier’ dich mal auf die Rankhilfen und mach die unschuldigen Pflanzen nicht kaputt”. “Hmmm”, dachte ich. “Das fehlt noch, dass der mir auch noch sagen will, wie ich meine Arbeit zu machen habe.”
Ich malte weiter Rankhilfen und Tomaten grün an — wär’ ja noch schöner.
Da wurde es dem Mann zu viel. Er kam ein paar Schritte auf mich zu und herrschte mich an: “Hörst du jetzt, was ich sage? Wenn du nicht hören willst, dann packe den Kram zusammen und geh!”. Wie frustrierend Langeweile sein kann! Ich tauchte den Pinsel noch einmal ordentlich in die Farbe und warf ihn dem Mann, der mir inzwischen bedrohlich nahe gekommen war, an den Kopf. Sein Gebiss, das nun mit einem satten Grünton gefärbt war, flog durch die Luft. Schlagartig war mir klar, dass das Konsequenzen hatte. Noch im Wurf drehte ich ab und lief los. Der Mann war hinter mir. Ich spürte seinen Atem im Nacken. Das war nicht das Schlimmste. Mit dem Stil des Rechens, den er noch in der Hand hatte, schlug er mir von hinten in die Beine. Was für eine furchtbare Rache.
Was tun kleine Jungs in solchen Fällen? Richtig, ich lief heulend zu meinem Vater und erzählte ihm die Missetat seines Kollegen. Ich jubilierte schon: “Der kann jetzt was erleben”. Wie bestellt, bekamen beide (mein Vater mit seinem Kollegen) sich fürchterlich in die Haare. “Du hast meinen Sohn nicht zu schlagen”. Und so weiter…
Was soll ich sagen: Ein paar Tage später waren wir alle wieder “Freunde”. Ich wusste damals nicht, wie wichtig das war. Denn Anton (so war der Name des Mannes mit dem Schläger – Rechen) spielte Weihnachten immer mal wieder den Nikolaus. Spätestens in dieser Position hätte er mir übel mitspielen können. Da war ich ungefähr 5 Jahre alt und glaubte noch dran.
Schon wieder das Thema Nummer 1 der guten Vorsätze
Das mit den Vorsätzen ist — bei mir noch nicht vorbei. Dafür sorgt meine Frau. Der habe ich einen davon nämlich verraten. Ich sage nur: Abnehmen. Alles klar?
Meine Frau ist, wird sie durch meine Indiskretion darauf gestoßen, also zum Beispiel von meinen Abnehmplänen, ein echter Terrier (Sorry Schatz). Sie gibt nicht auf — auch wenn es schwer wird. Das Ziel ist nicht zu hoch gesteckt. Glaube ich. Erstmal sollen 5 kg runter. Wenn ich die in den nächsten Monaten erreiche, bin ich schon happy. Schließlich bewege ich mich viel zu wenig und habe im Moment auch keine richtige Lust dazu – bei dem Wetter.
Morgen fahre ich für den Rest der Woche ins Büro. Da bin ich 3 1/2 Tage “autark” und kann schlimmstenfalls in der Pizzeria was bestellen. Aber da bescheiße ich mich ja gleich wieder selbst. Andererseits: Solche Auswege können die Motivation steigern – glaube ich. Seit gestern habe ich keinen Tropfen Alkohol getrunken. Zu Abend gibt es heute Fisch (Lachs ok gibt sicher für das Abnehmen besser geeignete Fischsorten. Aber der war halt noch im Kühlfach). Dazu gibt es nur ein bisschen Salat und (brrrr) Wasser.
Morgen müsste ich bei guter Verdauung also schon was spüren. Die Waage betrete ich sicherheitshalber aber nicht. Erst in — sagen wir 3 Wochen. Dann könnte sich vielleicht so etwas wie ein kleiner Erfolg abzeichnen. Richtig gut wird es ja erst, wenn die KollegInnen davon Notiz nehmen, dass sich da etwas tut. Vorher zählt eigentlich nicht. Ich halt euch auf dem Laufenden, denke ich.
Das Wichtigste zuerst
Jochen Mai, “Die Karrierebibel“, hat sich dankenswerterweise gleich am 1. Tag des neuen Jahres mit den Brückentagen beschäftigt. Nachdem wir diesbezüglich in 2011 nicht gerade verwöhnt wurden, sieht das in 2012 schon wieder viel freundlicher aus.
Speziell für die Planung kann von der Website ein 2012er Kalender heruntergeladen (PDF) werden kann.
Lasst euch also jetzt nicht zu viel Zeit. Schließlich sollen einem die lieben Kolleginnen und Kollegen bei dieser wichtigen ersten Planungstätigkeit für 2012 nicht zuvor kommen.
Facebook hat in Deutschland zu Beginn 2012 22,1 Mio. Nutzer
Langsam erschließt es sich Facebook auch für ältere Menschen (die über 55jährigen). Allfacebook.de hat soeben neue Zahlen nur allgemeinen Nutzung von Facebook in Deutschland veröffentlicht. Zu Beginn des neuen Jahres gibt es in Deutschland 22.1 Mio. Facebook-Nutzer. Damit liegen wir auf Platz 10 der ausgewerteten 75 Länder.
Mich persönlich (58) hat es immer gestört, dass ich bei Facebook auf verhältnismäßig wenig Gleichaltrige gestoßen bin. Vielleicht werde ich irgendwann ja doch wieder Mitglied. Im Augenblick bin ich jedenfalls noch nicht so weit.
Hat das wieder geknallt!
Wir waren bei Freunden zu Sylvester eingeladen. Gleichzeitig wurde Geburtstag gefeiert. Die obligatorische Knallerei fand statt. Man kann halt nichts dagegen tun – außer, dass man sich selbst dabei zurückhält. Jedenfalls kann ich gut nachvollziehen, weshalb diese Nacht für Tiere vielfach zum absoluten Schrecken mutiert. Die Böller werden wirklich immer lauter.
